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PARK(ING) DAY WIESBADEN

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©frankfurter rundschau –

Mit vielfältigen Aktionen wollen Wiesbadener beim Park(ing) Day zum Nachdenken anregen und Verkehrsteilnehmer miteinander ins Gespräch bringen.

Steine werden zu einer Spirale zusammengesetzt, Menschen spielen Karten, es gibt Konzerte. Es ist Park(ing) Day in Wiesbaden. Und auch in anderen Städten funktionierten gestern zahlreiche Anwohner kurzerhand Parkplätze zu gemütlichen Wohlfühloasen um.

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Ursprünglich kommt der Aktionstag aus San Francisco und hat genau das zum Ziel, was Dressler andeutet: Die Menschen in der Stadt sollen sich Gedanken machen um den öffentlichen Parkraum. Darüber nachdenken, ob zu viele oder zu wenige Parkplätze vorhanden sind, ob und wie man den Parkdruck entschärfen kann. Wie man ein Gleichgewicht zwischen allen Verkehrsteilnehmern herstellen kann – zwischen Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern.

Die Aktion ist Wasser auf den Mühlen des Wiesbadener Bündnisses Verkehrswende. Es setzt sich seit fünf Jahren für eine Gleichbehandlung aller Verkehrsteilnehmer ein. „Wiesbaden ist eine autozentrierte Stadt“, sagt Dirk Vielmeyer, Sprecher des Bündnisses. Eine Million Quadratmeter seien für Parkplätze freigegeben. Der Bestand an Fahrzeugen ist in Wiesbaden in den vergangenen 20 Jahren um 20 Prozent auf etwa 155 000 Fahrzeuge gestiegen – für Vielmeyer viel zu viele. Schließlich hatte ein Gericht die Stadt Wiesbaden im Januar zur Einhaltung der Luftreinhaltepläne verdonnert. Verbannen will Vielmeyer die Autofahrer jedoch nicht. „Es geht um ein Mit-, nicht um ein Gegeneinander.“

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Kira Macholl und Merle Möller (beide 15) erklären den Passanten geduldig die Idee der Kunstaktion. „Ich finde einen solchen Tag gut“, sagt Kira Macholl. Es sei wichtig, dass darüber diskutiert werde, den Fahrradverkehr in der Innenstadt zu stärken und nicht noch mehr Parkplätze zu schaffen. Das sehen Lehrerin Silke Hermann und Elternvertreter Marcus Wenig genauso. „Außerdem ist es wichtig, den Schülern zu zeigen, dass sie sich nicht alles gefallen lassen sollen, sondern dass sie sich wehren können – auch friedlich“, sagt Wenig.

Hier geht es zum ganzen Artikel in der Frankfurter Rundschau

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