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Wiesbadens größter kleiner Konzertraum

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©merkurist –

Der Saal ist überschaubar, die Einrichtung schlicht und das Konzept unkonventionell: Das ist das WAKKER. Wer die Bar der besonderen Art besuchen mag, hat jedoch ein enges Zeitfenster.

Ganze vier abgewetzte Tische drängen sich in den Raum am Wallufer Platz. Die Stühle strahlen ebenfalls im Shabby-Look, die Wände sind größtenteils kahl. Obwohl bereits Abend ist, brennt im WAKKER kein Licht – die Öffnungszeiten des Lokals sind höchstunregelmäßig, die Gäste müssen wissen, wann sie Einlass finden. Einzige Konstante ist der „verlässliche Donnerstag“.

„Der größte, kleine Konzertraum Wiesbadens“ – Jobst

„Den hatte die alte Crew eingeführt. Wir werden die Tradition aber beibehalten und an jedem Donnerstag offen haben“, sagt Jobst. „52 Mal im Jahr“, ergänzt sein Kollege Marcus. Gemeinsam mit ihren Freunden Dominik, Henrik und Claus bilden sie die neue Betreiber-Crew. „Ich wohne hier im Haus und kenne das WAKKER schon länger“, erzählt Jobst. „Dann bekam ich mit, dass sich das alte Team auflöst. “Jetzt übernehmen er und seine vier Kollegen das Ruder in den 25 Quadratmetern am Wallufer Platz. Als „der größte, kleine Konzertraum Wiesbadens“ bezeichnet ihn Jobst, Dominik als „Keimzelle für gute Ideen“ und Marcus meint: „Hier herrscht Großstadtflair.“

Großstadtflair im Rheingauviertel

„Wenn Sommer ist, sind drinnen 5 Personen“, sagt Marcus, „und draußen stehen bis zu 50 Leute.“ Das urbane Lebensgefühl, was im und um das WAKKER regelmäßig entsteht, erinnere ihn an Berlin und Hamburg. Doch was ist es, was „das WAKKER“ von anderen Bars, Lokalen, Cafés unterscheidet?

„Wein-Abende, Café am Mittag, Ausstellungen für Künstler,…“ – das WAKKER

Auf den Donnerstag ist natürlich Verlass. Um diesen herum planen die Fünf weitere Veranstaltungen, um den Raum das Jahr hindurch mit Leben zu füllen. „Wein-Abende, bei denen wir ein regionales Weingut vorstellen und einen Monat dessen Produkt verkaufen, Konzerte, Lesungen, Filmabende, Ausstellungen für junge Künstler, mitunter ein Café am Mittag und als Location zum Anmieten“, zählt das Team seine Pläne auf. Das sei aber alles längst nicht in Stein gemeißelt. „Eben das ist so geil daran“, findet Marcus, „wir können einfach spielen und uns ausprobieren.“

„Als Freiraum – für uns und für andere“ – Dominik

Dass das WAKKER für sie nicht zum Tagesgeschäft wird, sei allen klar. „Immerhin gehen wir alle einem Beruf nach“, so Dominik. „Es ist nicht als Einnahmequelle, sondern als Freiraum gedacht – für uns und für andere. “Die Idee eines freien Raums für alternative Konzerte, unübliche Events und spontane Ideen, die stamme von der alten Crew, bekennen die neuen Betreiber. „Wir ernten die Früchte, die gesät wurden“, sagt Dominik. „Nun sind wir aber am Zug und können munter drauflos experimentieren“, so Marcus.

Der Startschuss dazu fällt am 1. Oktober bei ihrer Opening Party. Unter dem Motto „Irgendetwas ist anders“ stellen sich die fünf Neuen bei Musik und Getränken vor, wollen ihre Gäste näher kennen lernen und mit ihnen neue Pläne schmieden. Am 7. Oktober gibt es etwas Besonderes für die Ohren: Anna Haifisch und James Turek, beides Comicautoren, lesen aus ihren Werken vor. Was sonst noch so im WAKKER ansteht, erfahrt ihr auf Facebook.

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